Helmkopfgecko

Der Helmkopfgecko (Geckonia chazaliae, Syn.: Tarentola chazaliae), auch Helmgecko genannt, ist eine nacht- und dämmerungsaktive Echse, die zur Familie der Geckos (Gekkonidae) gehört. Er ist von Südmarokko (nur entlang der Küste) über die Westsahara und Mauretanien bis in den Senegal verbreitet und die einzige Art der Gattung Geckonia.

Merkmale
Der Helmkopfgecko wird etwa 10 Zentimeter lang, von denen der Schwanz vier Zentimeter einnimmt. Der Kopf ist vom Rumpf abgesetzt und hinten mit grossen Höckerschuppen besetzt, denen er seinen deutschen Namen verdankt. Die Pupille ist vierfach gelappt und steht senkrecht, Augenlider fehlen. Sein Körper ist breit, an den Bauchseiten speichert er Fettreserven. Der leicht stachelige Schwanz ist dünn. Tagsüber ist der Helmkopfgecko braun mit dunkleren und helleren Flecken auf dem Rücken. Der Bauch ist weisslich und mit vielen kleinen Punkten versehen. Nachts nimmt der Gecko eine hellgraue Farbe an.

Lebensweise
Helmkopfgeckos sind bodenbewohnend und leben in mit Euphorbien und Salzpflanzen bewachsenen Dünen und Hammadas (Fels- und Steinwüsten). Sie ernähren sich von Insekten und anderen Gliederfüssern. Nachts geben sie schnarrende melodische Geräusche von sich. Untereinander sind die Echsen aggressiv. In kühleren Regionen ihres Verbreitungsgebietes halten sie in der kalten Jahreszeit von Ende Dezember bis Anfang Februar einen Winterschlaf. Danach beginnt die Fortpflanzungszeit. Bei der Paarung verbeisst sich das Männchen in den Nacken des Weibchens. Es werden im Schnitt 13 Eier gelegt, die eine Grösse von etwa 13–15 x 10–11 Millimeter haben. Bei einer Terrariennachzucht schlüpften die Jungtiere nach 47 Tagen. Sie waren dann 37 bis 40 Millimeter lang und dunkelgrau gefärbt. Nach einem halben Jahr erreichten sie die Grösse der Elterntiere.