Die Seele der Berber kann ohne Zweifel in ihren Liedern und ihrer Musik gefunden werden - zwei Komponenten einer Kunst, die ihr kulturelles Erbe von Generation zu Generation weitergegeben hat. In allen Berberliedern stellt der Rhythmus die fundamentelle Basis dar und reflektiert sowohl das Temperament als auch die Genialität der Meister der Berbermusik, die ihre Zuhörer mit dem erstaunlichen Umfang und der Dynamik ihres Talentes fesseln. Bei den Berberstämmen und den Stämmen auf dem Land ist die Musik eng mit der Poesie und dem Tanz verbunden. Die folkloristischen Tänze sind prachtvoll und fassen das ganze Leben der Stämme in einen Rhythmus zusammen.
Eine Auswahl:
Der Ahouach aus den Tälern des hohen Atlas: Die Frauen bilden einen Kreis, in dem die Männer Tamburin spielen.
Der Ahaidous des mittleren Atlas: Frauen und Männer bilden einen Kreis und geben nacheinander den Rhythmus an, indem sie mit den Füssen auf den Boden stampfen.
Die Guedra aus dem südlichen Marokko: Die Tänzerin kniet am Boden und ist mit einem schwarzen Tuch bedeckt. Der Rhythmus wird schneller, die Tänzerin führt mit ihren Fingern Schlangenbewegungen aus und versucht so, die Zuschauer zu betören.
Der Tissint aus dem Tata: Frauen und Männer, in blaue Indigogewänder gehüllt, führen den Tanz des Dolches auf. Die Gnaouas, die afrikanischen Ursprungs sind: Unter hämmernden Rhythmen wetteifern die Tänzer darum, Kunststücke vorzuführen.
Die Taskiouine aus der Region des hohen Atlas, in der Nähe von Ouarzazate ist ein Kriegertanz, der kraftvoll und sehr männlich ausgeführt wird. In eine weisse Tunika gekleidet, das Gesicht stark mit Puder geschminkt, stampfen die Tänzer mit den Füssen im Takt und klatschen dabei heftig in die Hände.
Das Al Aita stammt aus den Bergen und Tälern und begleitet Hochzeiten und andere Feierlichkeiten.
Fantasia: Eindrucksvolle, simulierte Angriffe, bei denen bewaffnete Männer auf ihren Pferden, indichte Staubwolken gehüllt, ihre alten Vorderlader abfeuern.