Der Islam unterscheidet bei seiner Betrachtung Andersgläubiger zwischen monotheistischen und polytheistischen Religionen. Juden, Christen und Johanneschristen haben eine Sonderstellung als „Leute der Schrift“, wie sie im Koran genannt werden. Im islamischen Staat sind sie „Dhimmi“, die eine Kopfsteuer entrichten müssen, die höher ist, als die von Muslimen zu zahlende Almosensteuer und die unter Demutsbezeugung zu entrichten ist. Zugang zum Militär ist ihnen verwehrt. Für bestehende Gotteshäuser gilt ein gewisser Bestandsschutz; in ihnen ist die Religionsausübung frei, solange Muslime nicht gestört werden, was z.B. das Läuten von Glocken oder die Durchführung von Prozessionen ausschliesst.
Trotz der Aussage, dass es „keinen Zwang im Glauben“ gebe (Koran: Sure 2 Vers 256), werden nach der Scharia Polytheisten nicht geduldet.. Der Islam teilt die Welt in zwei Gebiete, zum einen das „Gebiet des Islam“ (Dar al-Islam), in dem der Islam schon herrscht, und in das „Gebiet des Krieges“ (Dar al-Harb).