Ben Barka, arabisch: المهدي بن بركة, wurde 1920 als Sohn eines marokkanischen Polizeioffiziers in Rabat geboren und lehrte Mathematik. Seit 1944 Mitglied in der Partei Istiklal, organisierte Ben Barka nach der Verbannung von König Mohammed V. durch die französische Kolonialmacht (1953–1955) den bewaffneten Widerstand. Nach der Unabhängigkeit Marokkos war er bis 1958 Präsident der parlamentarischen Beratenden Versammlung und gründete 1959 die Linkspartei „Nationale Union der Volkskräfte“ (UNFP). Er musste 1960 ins Ausland fliehen und wurde wegen Hochverrats zum Tod verurteilt. Während des marokkanisch-algerischen Konflikts nahm er Partei für Algerien. In der Nacht vom 29./30. Oktober 1965 wurde er in Paris von Agenten des SDECE auf offener Strasse entführt und anschliessend ermordet.

Literarische Aufarbeitung:
In dem Roman „Deckname Otto“ von Lisa Saint Aubin de Terán, wird die Figur Mehdi Ben Barka, insbesondere sein ungeklärter Tod, dargestellt (S. 335–343).