Abderrahmane Youssoufi; geboren am 8. März 1924 in Tanger, verstorben am 29. Mai 2020 in Casablanca; arabisch: عبد الرحمن اليوسفي, war ein marokkanischer Politiker und war Premierminister von Marokko von März 1998 bis Oktober 2002.
 
Geboren in Tanger, wurde Abderrahmane Youssoufi schon in jungen Jahren ein Sozialist. 1949 begann Youssoufi auch damit, sich für die Rechte der marokkanischen Arbeitnehmer in Frankreich einzusetzen. Nach Studium der Rechtswissenschaften war er in Tanger von 1952 bis 1960 als Rechtsanwalt tätig.
 
1959 trat Youssoufi der Union Nationale des Forces Populaires bei, einer linksgerichteten politischen Partei. Er wurde 1959 und erneut 1963 verhaftet, wobei letztere Festnahme zu einer Haftstrafe von zwei Jahren führte. Nach seiner Freilassung ging Youssoufi für 15 Jahre in das selbst auferlegte Exil in Paris.
 
Inzwischen entstand aus der Union Nationale des Forces Populaires die Union Socialiste des Forces Populaires. 1980 kehrte Youssoufi zurück, um sich der neuen Partei anzuschliessen, deren Sekretär er 1992 wurde.
 
Im März 1998 ernannte der damalige König Hassan II. Youssoufi zum Premierminister von Marokko. Dieses Amt bekleidete er bis Oktober 2002. 2003 kündigte Youssoufi schliesslich seinen Rückzug aus der Politik an.