Foum Figuig

Allgemeine Infos


In der äussersten Südostecke Marokkos auf rund 900 M.ü.M. liegt die Oase Figuig (Berber: Ifejej), eine der berühmtesten Oasen Nordafrikas. Die Bevölkerung spricht überwiegend die Sprache der Tamazight-Berber. Amtssprache ist jedoch das klassische Arabisch. Französisch (seltener englisch) wird von gebildeten, insbesondere von jüngeren Einwohnern gut verstanden. Die zum Teil nahe der umstrittenen Grenze zu Algerien verlaufende Strasse von Er Rachidia nach Figuig ist zur Zeit für Touristen gesperrt. Offen dagegen ist die P19 von Oujda. Beide Strassen führen durch dünn besiedelte hammadaähnliche Hochflächen ohne besondere Sehenswürdigkeiten, reizvoll nur für den, der das Farbenspiel karger Felslandschaften geniessen möchte und die Einsamkeit weiter Flächen sucht. Die Oase bedeckt eine rund 20 Quadratkilometer grosse elliptische Mulde und wird von sieben ummauerten Ksour bewirtschaftet: Zenaga im Süden, der grösste und bedeutendste Ksar, El Oudaghir, El Abidat, El Maiz, Ouled Slimane, El Hammam el Foukani und El Hammam et Tathani. Die rund 15'000 Einwohner leben von den 200'000 Dattelpalmen, von Töpferei, Lederbearbeitung und Textilherstellung. Viele Einwohner ziehen mit ihren Viehherden als Nomaden durch die Dahra oder arbeiten saisonweise in den Städten Marokkos und auch Algeriens.