Allgemeine Infos

Foum Zguid, arabisch: فم زكيد, Berber: ⵉⵎⵉ ⵥⴰⴳⴳⵉⴷ, Koordinaten: 30°04' N 6°52' W, ist eine Oasenstadt an der Grenze zu Algerien mit etwa 9.000 Einwohnern

Bevölkerung

Die Bevölkerung Foum Zguids besteht nahezu ausschliesslich aus Angehörigen verschiedener Berberstämme der Umgebung. Die meisten sind – wegen ausbleibender Regenfälle in ihren Heimatdörfern, aber auch aus soziokulturellen Gründen (Hoffnung auf Arbeit, Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen und der Gesundheitsvorsorge, bessere Möglichkeiten zur schulischen Ausbildung der Kinder etc.) – seit den 1970er Jahren in die Städte abgewandert.

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Geschichte

Wie bei allen Berberdörfern fehlt zur Geschichte von Foum Zguid jedwede schriftliche Überlieferung. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Palmenoase bereits von frühen Jägern und Sammlern entdeckt und einige Jahrhunderte später von Nomaden dauerhaft besiedelt wurde. Das Vieh (Schafe, Ziegen, Hühner) konnte jedoch nicht mehr frei herumlaufen, sondern musste in Pferchen oder Ställen gehalten werden, wodurch sich der Bestand erheblich verkleinerte. In der Phase der Sesshaftwerdung waren wiederkehrende und oft genug tödlich endende Konflikte zwischen den Oasenbewohnern und umherziehenden Viehnomaden nicht selten.

Sehenswürdigkeiten

In Foum Zguid gibt es keinerlei Sehenswürdigkeiten von historischer oder kultureller Bedeutung. Einige der neuen, in ockerfarbenen Tönen gestrichenen Häuser im Ortszentrum haben vor der Sonne schützende Arkadenvorbauten im Erdgeschoss. Das Ksar, der eng verbaute Altstadtbereich, verfällt zusehends und wird nur noch von wenigen Leuten bewohnt.

Touristen Infos

Foum Zguid bildet den Ausgangspunkt der Piste für Allrad-Touren zum Lac Iriki und weiter über den Erg Chegaga nach Mhamid und Zagora. Aus diesem Grund hat sich eine gewisse Tourismus-Infrastruktur mit mehreren einfachen Hotels und Souvenirläden entwickelt. Die Stadt verfügt auch über eine Tankstelle, Post, Bankomat, Restaurants, Hotels und einen Campingplatz.

Wirtschaft

In früheren Jahrhunderten stand die Selbstversorgung im Zentrum des Wirtschaftens. Erst nach Fertigstellung einer Piste von Goulimime über Akka nach Tata und weiter nach Ouarzazate während der französischen Kolonialzeit konnten die in der Dattelpalmenoase erzeugten Lebensmittel auch auf regionalen oder überregionalen Märkten abgesetzt werden. Gleichzeitig kamen neue Gemüsepflanzen (Kartoffeln, Tomaten etc.) in die Gegend und bereicherten den Speiseplan. Auch heute noch beherrscht die Oasenwirtschaft das Leben der meisten Bewohner; produziert werden in erster Linie Datteln, Oliven, Granatäpfel und Feigen, aber auch Getreide- (Gerste, Weizen, Mais) und Gemüseanbau (Ackerbohnen, Möhren, Tomaten etc.) ist möglich. Über den Bereich der Landwirtschaft hinaus haben sich etliche Kleinunternehmen im Handwerks-, Geschäfts- und Dienstleistungssektor entwickelt.