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Driss Basri

إدريس البصري

Aktualisiert 2026, maghrib.ch
Driss Basri
Driss Basri
Driss Basri (* 1938 - ☪ 2007) Abschnitte

Steckbrief

Name
Driss Basri
Lebensdaten
* 08. November 1938 in Settat -
☪ 27. August 2007 in Paris
Sprachen
Arabisch, Französisch
Nationalität
Marokko

Allgemeines

Driss Basri war ein einflussreicher marokkanischer Politiker, der über zwei Jahrzehnte hinweg als Innenminister die Geschicke des Landes massgeblich prägte. Er galt als der engste Vertraute und die „rechte Hand“ von König Hassan II. und war eine der zentralen Figuren während der sogenannten „Bleiernen Jahre“ (Années de plomb).

Politische Laufbahn und Machtfülle

  • Aufstieg aus einfachen Verhältnissen:Als Sohn eines Gefängniswärters begann Basri seine Karriere im Polizeidienst und stieg schnell zum Polizeikommissar in Rabat auf.
  • Geheimdienstchef und Staatssekretär: 1973 übernahm er die Leitung des Inlandsgeheimdienstes (Direction générale de la surveillance du territoire, DST). Nur ein Jahr später, 1974, wurde er zum Staatssekretär im Innenministerium ernannt.
  • Der „Polizist des Königs“: Im Jahr 1979 ernannte ihn Hassan II. zum Innenminister. Ab 1985 leitete er zusätzlich das Informationsministerium. Basri kontrollierte den gesamten Sicherheitsapparat, die Polizei, die Geheimdienste sowie die Organisation von Wahlen.

Rolle in den „Bleiernen Jahren“

Unter seiner Amtszeit wurde jegliche politische Opposition im Keim erstickt. Er war verantwortlich für die brutale Niederschlagung von sozialen Unruhen und Protesten (u. a. 1981, 1984 und 1990). Menschenrechtsorganisationen machen sein System für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, willkürliche Verhaftungen, Folter und das „Verschwindenlassen“ von Regimegegnern verantwortlich.

Machtverlust und Exil

Nach dem Tod von König Hassan II. im Juli 1999 leitete dessen Sohn und Nachfolger, König Mohammed VI., einen politischen Kurswechsel ein. Nur fünf Monate nach seiner Thronbesteigung entliess der neue König Basri im November 1999. Basri verlor jeglichen Einfluss, zog ins freiwillige Exil nach Paris und verstarb dort im Jahr 2007 an den Folgen einer Krebserkrankung. Er wurde anschliessend in der marokkanischen Hauptstadt Rabat beigesetzt.