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Zellij und Stuck in einer Medersa in Fès
Zellij und Stuck in einer Medersa in Fès
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Geografie

Das Königreich Marokko ist ein Staat in Nordwest-Afrika. Es grenzt an Algerien, Mauretanien, die beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla, den Atlantik und das Mittelmeer. Die total 3'178 km Landesgrenzen werden unter Algerien (1'601 km) Mauretanien (1'561 km) und Spanien (Ceuta: 6.4 km und Melilla 9.6 km) aufgeteilt. Marokko besitzt Meeresküsten mit einer Gesamtlänge von 2'945 km. Diese werden wie folgt aufgeteilt: 2'428 km auf den Atlantik (vom Cap Blanc im Süden bis zum Cap Spartel bei Tanger), 435 km auf das Mittelmeer (von Ceuta bis Saïdia) und deren 82 auf die Strasse von Gibraltar (vom Cap Spartel bis Ceuta).

Bevölkerung

Über 50% der Einwohner sind Araber, rund 40% Berber, der Rest Franzosen, Spanier, Algerier und sonstige Einwanderer. Rund 99% der Bevölkerung sind Muslime. Schulpflicht besteht vom 7.-13. Lebensjahr. Marokko verfügt insgesamt über sechs Universitäten.

Bevölkerungsdichte

86 Einwohner / km² (Stand: 2025)

Bruttoinlandprodukt

9'100 US$ (2024)
8'900 US$ (2023)
8'700 US$ (2021)
Quelle: CIA World Factbook

7'500 US$ (2019)
7'400 US$ (2018)
7'300 US$ (2017)
Quelle: unbekannt

Einwohner

32,725,847 (Stand Juli 2005)

Fläche

712'300 km²

Flagge/Wappen

Hauptstadt

Rabat

Klimatabelle

Kurzgeschichte

Das von selbständigen Berberstämmen bewohnte heutige Marokko kam um 40 n. Chr. zur römischen Provinz Mauretania Tingitana. Im 5. Jh. von den Vandalen, im 6. Jh. von Byzanz und in den Jahren 705-708 von den Arabern erobert, war Marokko seit dem 8. Jh. unter verschiedenen islamischen Dynastien selbständig (seit 1666 unter den noch heute regierenden Alawiten). Im 16. und 17. Jh. begannen enge politische Beziehungen zu Frankreich, das seine Vormachtstellung in den Marokkokrisen festigen konnte: 1912 wurde Marokko französisches Protektorat (ohne Tanger und das ebenfalls als Protektorat anerkannte spanische Interessengebiet). In der Folgezeit unterdrückte Frankreich mehrere Aufstände (unter anderem den der Rifkabylen 1920-26). 1955/56 wurden das französische und das spanische Protektorat aufgehoben, 1956 erlangte Marokko seine Unabhängigkeit als Königreich unter Mohammed V., zwischen 1962 und 1999 regierte sein Sohn Hassan II. danach dessen Sohn Mohammed VI. Zu scharfen Auseinandersetzungen mit Algerien und Mauretanien kam es 1975/76 wegen der Entkolonialisierung der Spanischen Sahara. Diese wurde im April 1976 zwischen Mauretanien und Marokko aufgeteilt, wobei Marokko sich 1979, nachdem Mauretanien der Polisario gegenüber auf seinen Teil der Westsahara verzichtet hatte, auch diesen eingliederte. Preiserhöhungen bei Grundnahrungsmitteln führten 1981 (in Casablanca blutig niedergeschlagen) und 1984 (Zurücknahme der Verteuerung) zu Unruhen. Durch eine Verfassungsreform kam es 1992 zu einer geringfügigen Demokratisierung. Bei Parlamentswahlen 1993 erzielte die (königstreue) Opposition beträchtliche Stimmengewinne. Am 23. Juli 1999 stirbt der langjährige König Hassan II. an einer Lungenentzündung. Nachfolger wird sein Sohn Sidi Mohammed der fortan Mohammed VI. genannt wird.

Nationalfeiertag

30. Juli (Thronbesteigung König Mohammed VI.)

Politisches System

Konstitutionelle Monarchie, Verfassung von 1972 (mit Änderungen von 1992). Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der König. Die Legislative wird vom Repräsentantenhaus ausgeübt (333 Mitglieder, davon 222 auf 6 Jahre direkt gewählt, 111 indirekt gewählt). Parteien, auf die sich der König stützt, sind Union Constitutionelle (UC), Rassemblement National des Indépendants (RNI), Parti National Démocrate (PND) und Mouvement Populaire (MP), wichtigste Oppositionskräfte sind die Union Socialiste des Forces Populaires (USFP) und Parti d'Istiqlal (PI).

Religion

98.7 % der Bevölkerung sind Muslime (zu 99 % Sunniten), 1,1 % Christen und 0,2 % Juden . Der Islam in Marokko ist durchaus liberaler als in anderen arabischen Staaten. Nicht mehr alle Frauen tragen ein Kopftuch oder Schleier. Besonders in den Städten kleiden sich immer mehr Frauen nach europäischen Vorbild betont modisch. Auch alleine Ausgehen ist für Frauen zumindest in den Städten kein Problem mehr.

Sprachen

Arabisch, Französisch, diverse Berberdialekte (Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair, und heute auch noch Judeo Berberisch), In den Touristenzentren oft auch Englisch und Deutsch, im Norden auch Spanisch

Verkehr

Das Eisenbahnnetz ist 1'779 km, das Strassennetz 57'592 km lang. Wichtigster Hafen ist Casablanca. Internationale Häfen bei Rabat, Agadir und wie bereits erwähnt in Casablanca.

Verwaltungsgliederung

61 Provinzen in 16 Regionen:

  • Beni Mellal-Khenifra (Hauptstadt: Beni Mellal)
  • Casablanca-Settat (Hauptstadt: Casablanca)
  • Dakhla-Oued Ed-Dahab (Hauptstadt: Dakhla)
  • Drâa-Tafilalet (Hauptstadt: Errachidia)
  • Fès-Meknès (Hauptstadt: Fès)
  • Guelmim-Oued Noun (Hauptstadt: Guelmim)
  • Laâyoune-Sakia El Hamra (Hauptstadt: Laâyoune)
  • Marrakesch-Safi (Hauptstadt: Marrakesch)
  • Oriental (Hauptstadt: Oujda)
  • Rabat-Salé-Kénitra (Hauptstadt: Rabat)
  • Souss-Massa (Hauptstadt: Agadir)
  • Tanger-Tétouan-AI Hoceïma (Hauptstadt: Tanger)

Währung

1 Dirham (DHM) = 100 Centimes (C)
1 SFr entspricht ca.11.56 DHM
> 1 € entspricht ca. 10.93 DHM
(Stand: 25. September 2026)

Wirtschaft

xportorientierter Anbau von Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Wein, Tomaten, Melonen, Bananen, Baumwolle und Ölbäumen. Bedeutende Fischerei. Marokko verfügt über reiche Phosphatlagerstätten, Vorkommen von Mangan-, Kobalt-, Blei-, Zink- und Kupfererzen, von Baryt, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Nahrungsmittel- und Textilindustrie sind die wichtigsten Industriezweige.

Zeitzone

MEZ - 1 Stunde
Marokko hat keine Sommerzeit !