Das mächtige legendäre Faltengebirge. das sich zwischen dem Atlantischen Ozean und der Wüste Sahara bis hinauf zum Rif und zur Mittelmeerküste erstreckt, setzt sich aus einer Reihe von Bergketten zusammen, die sich treppenartig von Nordosten nach Südwesten hinziehen: Antiatlas, Hoher Atlas, Mittlerer Atlas, Rifgebirge und Tell-Atlas. Insbesondere der Hohe Atlas, den die Berber Adrar n'Dern nennen, stellt mit seinen glitzernden verschneiten Gipfeln, die hoch über den Wüstenebenen aufragen, und seinen Viertausendern (der Jbel Toubkal erreicht an seiner höchsten Stelle 4167 m) im wahrsten Sinne des Wortes das Dach Marokkos dar. Am Fuss der zerklüfteten Bergriesen dehnen sich liebliche Täler aus, die Im Frühling mit Blumen übersät sind und mit Ihren kleinen Dörfern und riesigen Getreidespeichern fast bis zum Meer reichen, wo sich selbst das Gebirge vor dem Atlantischen Ozean zu verbeugen scheint. In der schönen Jahreszeit bietet die Natur hier ein grossartiges Schauspiel, von dem der Besucher in jenem Land an der Schwelle der Wüste immer wieder gefangen genommen wird.