Herrscher · Die Meriniden
Abu Said Uthman II. ibn Yaqub
Arabisch: أبو سعيد عثمان الثاني بن يعقوب
Herrscher dieser Dynastie
Steckbrief
- Name
- Abu Said Uthman II. ibn Yaqub
- Lebensdaten
- *Dezember 1276 in Fès
☪August 1331 in Taza - Regierungszeit
- 1310 - 1331
- Dynastie
- Die Meriniden
- Vorgänger
- Abu Thabit Amir
- Nachfolger
- Abu l-Hasan Ali ibn Uthman
Allgemeines
Abu Said Uthman II. ibn Yaqub war von 1310 bis 1331 der siebte Sultan der Meriniden-Dynastie in Marokko.
Obwohl er historisch oft als militärisch und politisch zurückhaltender Herrscher beschrieben wird, erlangte er durch seine umfangreiche Bautätigkeit bleibende geschichtliche Bedeutung. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich die Hauptstadt Fès zu einem der wichtigsten wissenschaftlichen und kulturellen Zentren des Maghrebs.
Leben und Herrschaft
- Nachfolge: Er folgte im November 1310 seinem Neffen Abu Rabia auf den Thron.
- Innenpolitik: Statt verlustreiche Militärexpeditionen zu führen, konzentrierte er sich auf die innere Stabilisierung Marokkos. Selbst die Rebellionen seines ältesten Sohnes Abu Ali löste er vergleichsweise milde, indem er ihn entmachtete, aber als Herrscher von Sidschilmasa einsetzte.
- Aussenpolitik: Er pflegte friedliche und diplomatische Beziehungen zu den Nasriden von Granada und den Hafsiden von Tunesien.
- Seine Nachfolge: Nach seinem Tod im Jahr 1331 folgte ihm sein Sohn Abu al-Hasan Ali ibn Uthman nach.
Das architektonische Erbe
Abu Said Uthman II. gilt als einer der grössten Bauherren seiner Dynastie. Er gründete mehrere bedeutende islamische Bildungseinrichtungen (Medressen):
- Madrasat al-Attarin (1323): Berühmt für ihre feinen, detailreichen Stuck- und Zellige-Fliesenarbeiten in der Altstadt von Fès.
- Madrasat as-Sahridsch (1321): Bekannt für ihr grosses, zentrales Wasserbecken.
- Medressa in Fès el-Jedid (1320): Ein wichtiger Pfeiler der damaligen akademischen Infrastruktur.