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Jbel Sarhro
جبل سارهرو
Der Jbel Sarhro ist eine zum Atlasgebirge in Nordafrika gehörende Gebirgskette vulkanischen Ursprungs in Marokko.

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Jbel Sarhro
arabisch: جبل سارهرو, Tamazight: ⵊⴱⴻⵍⵙⴰⵔⵀⵔⵓ
Allgemeines
Der Jbel Sarhro (auch Jebel Saghro genannt) ist ein faszinierender, vulkanisch geprägter Gebirgszug im Süden Marokkos, der die Verbindung zwischen dem Hohen Atlas und der Sahara-Wüste bildet. Die Region gilt als eines der ursprünglichsten und spektakulärsten Trekking-Reviere des Landes und wird wegen ihrer bizarren Felsformationen, tiefen Schluchten und weiten Hochebenen oft als das „Arizonas Marokkos“ bezeichnet.
Geografie und Highlights
- Höchster Gipfel: Der Jbel Amalou n'Mansour erreicht eine Höhe von 2'712 Metern. Ein weiterer markanter und beliebter Aussichtspunkt ist der Jbel Kouaouch (2'592 m).
- Landschaftsbild: Die Gebirgskette erstreckt sich über rund 150 Kilometer Länge zwischen den Flusstälern des Dadès und des Drâa. Sie besticht durch dunkles Vulkangestein, steile Felsnadeln (wie die berühmten Felstürme von Bab n'Ali) und surreale Tafelberge.
- Klima: Es ist die trockenste Region des Atlas-Gebirges. Der Name Saghro bedeutet in der Sprache der Berber treffend „Trockenheit“.
Kultur und Bevölkerung
Das Gebirge ist die traditionelle Heimat der Aït Atta, eines stolzen Berber-Stammes, der historisch für seinen Widerstand gegen die französische Kolonialmacht bekannt ist. Viele Familien leben hier bis heute als Halbnomaden. Sie nutzen das Hochland im kühleren Winter als Rückzugsgebiet für ihre Ziegen- und Schafherden und ziehen im heissen Sommer in den Hohen Atlas. Reisende stossen entlang der Routen immer wieder auf ihre charakteristischen schwarzen Zelte und abgeschiedenen Dörfer.
Trekking und Logistik
- Beste Reisezeit: Die ideale Zeit für Trekkingtouren liegt zwischen Oktober und Mai. In den Sommermonaten wird es in dieser kargen Steinwüste extrem heiss.
- Tourencharakter: Typische Wanderungen dauern 4 bis 8 Tage. Sie führen abseits der Massen durch tiefe Schluchten und über Pässe wie den Tizi n'Tazazert (2'283 m). Häufig werden die Touren von einheimischen Guides und Maultieren für den Gepäcktransport begleitet.
- Wichtige Hinweise: Die Orientierung im Gelände ist anspruchsvoll, da Pfade oft schlecht markiert sind und Wasserstellen rar liegen. Ein erfahrener Guide oder eine organisierte Tour über Plattformen wie den DAV Summit Club oder lokale Anbieter wird dringend empfohlen.